- Phasen
- Demontage · Transport-Vorbereitung · Wiederaufbau · Inbetriebnahme
- Dauer
- Mittlere Stanzanlage typ. 10–20 Arbeitstage gesamt
- Transport
- Durch Ihre Spedition — wir koordinieren Schnittstellen
- Anlagengröße
- Bis 800 t Presskraft, beliebige Hersteller
- Doku
- Demontageprotokoll, Verpackungsliste, Wiederaufbau-Protokoll, Inbetriebnahme-Bericht
- Sicherheit
- DGUV V3 Nachprüfung am neuen Standort
Typische Anlässe für eine Verlagerung
- Werksumzug — komplette Produktion zieht an einen neuen Standort
- Standort-Konsolidierung — mehrere Werke werden zu einem zusammengelegt
- Sanierung — Halle wird umgebaut, Maschinen müssen temporär weichen
- Maschinen-Übernahme nach M&A — Anlagen aus einem aufgekauften Unternehmen kommen
- Auslandsverlagerung — Produktionsteil zieht in günstigeres Land
- Sale & Leaseback — Anlage wird verkauft und am gleichen Standort weiterbetrieben (administrative Verlagerung)
Phase 1: Demontage am alten Standort
Wir kommen mit eigener Crew, eigenem Werkzeug und einem klaren Demontage-Plan. Vor
der eigentlichen Arbeit machen wir:
- Bestandsaufnahme — Fotos, Geometrie-Daten, Position aller Anbau- und Steuerungs-Komponenten
- Werkzeug-Sicherung — Werkzeuge entweder ausbauen oder in Maschine festsetzen
- Hilfsmedien-Trennung — Hydraulik, Pneumatik, Elektrik, Schmiermittel kontrolliert ablassen und beschriften
- Demontage in transportfähige Module — sauber dokumentiert, nicht improvisiert
Jedes demontierte Modul wird beschriftet, fotografiert und in einer Verpackungsliste
mit Bezugsnummer geführt. So weiß die Crew am neuen Standort sofort, was wo hingehört
— auch wenn die Wiederaufbau-Crew nicht identisch mit der Demontage-Crew ist.
Phase 2: Schnittstelle zur Spedition
Den eigentlichen Transport übernehmen wir bewusst nicht. Hintergrund: LKW-Transport
großer Industrieanlagen ist eine eigene Spezial-Disziplin mit eigenen Versicherungs-
und Genehmigungsanforderungen (Schwertransport-Routen, Polizei-Begleitung, Hebezeug-
Logistik). Diese Spezialisierung machen Sie besser mit einer renommierten Spedition
direkt — Verantwortlichkeiten bleiben sauber getrennt.
Was wir tun: Verpackung, Verzurr-Punkte, Hebepunkte und Maße so liefern, dass die
Spedition planen und sichern kann. Wir kennen die typischen Anforderungen
verschiedener Speditionen und sprechen ihre Sprache.
Phase 3: Wiederaufbau am neuen Standort
Am Zielstandort übernehmen wir wieder. Standardablauf:
- Fundament-Check: Maße, Niveau, Tragfähigkeit (mit Ihrem Bauleiter abgestimmt)
- Aufstellung: Hauptmodule positionieren, ausrichten, justieren
- Wieder-Anschluss: Hydraulik, Pneumatik, Elektrik nach dokumentierter Trennung wiederherstellen
- Geometrie-Vermessung: Tisch- und Stößel-Parallelität, Kippung, Fluchtung
- Werkzeug-Wiedereinbau: auf justierte Anlage
- Probelauf: ohne Last, dann mit Werkzeug, dann unter realen Produktionsbedingungen
- Werkzeug-Transfer: erstes echtes Bauteil, Vergleich mit altem Standort
Phase 4: Sicherheits-Nachprüfung und Übergabe
Nach Eingriff in sicherheitsrelevante Komponenten ist eine DGUV V3 Nachprüfung mit
Nachlaufmessung Pflicht — diese führen wir direkt am neuen Standort durch und
dokumentieren das Ergebnis im Übergabe-Protokoll. Damit hat Ihre Berufsgenossenschaft
und Ihr Auditor einen lückenlosen Nachweis vom alten zum neuen Standort.
Übernehmen Sie auch den Transport?
Nein. Wir übernehmen Demontage, Transport-Vorbereitung am alten Standort und Wiederaufbau am neuen. Den eigentlichen LKW-Transport koordinieren Sie mit Ihrer Spedition. So bleiben Verantwortlichkeiten und Versicherung sauber getrennt.
Wie lange dauert eine typische Verlagerung?
Stark abhängig von Anlagengröße und Zugänglichkeit. Eine mittlere Stanzanlage benötigt typischerweise 5–10 Arbeitstage am alten Standort, ähnlich am neuen. Großserienanlagen entsprechend länger. Wir liefern eine Aufwandsabschätzung nach Anlagenbesichtigung.
Müssen wir die Werkzeuge separat handhaben?
Nicht zwingend. Wir können die Werkzeuge gesichert in der Maschine belassen oder separat verpacken — abhängig von Maschinenbauart und Transportlösung. Klärung im Vorfeld.
Was passiert nach Wiederaufbau?
Wiederinbetriebnahme mit Funktionstest, Geometrie-Vermessung, Probelauf und Werkzeug-Transfer. Bei Eingriffen in sicherheitsrelevante Komponenten zusätzlich DGUV-Nachprüfung mit Nachlaufmessung.