Instandhaltung · Kalibrierung

Presskraft-Kalibrierung mit Prüfprotokoll.

Vor-Ort-Kalibrierung der tatsächlichen Presskraft an Stanz- und Umformautomaten. Mit kalibrierten Kraftmessdosen, herstellerübergreifend, dokumentiert in einem Prüfprotokoll, das Audit- und QM-Anforderungen Ihrer Branche standhält.

Methode
Messung mit kalibrierten Kraftmessdosen im Werkzeugraum
Bereich
Mechanische, hydraulische, Servo-Pressen — bis 800 t Presskraft
Zyklen
Mehrere Hubzyklen bei verschiedenen Solleinstellungen
Intervall
Empfehlung: 12–24 Monate, kritische Branchen häufiger
Doku
Prüfprotokoll mit Soll-/Ist-Wert, Messunsicherheit, Verweis auf Messdosen-Zertifikat
Zweck
QM-Audit, Werkzeug-Übergabe, Ursachenanalyse

Warum die Anzeige nicht ausreicht

Die in der Pressensteuerung angezeigte Presskraft ist eine errechnete Größe — auf Basis von Hydraulikdruck, Geometrie und Sensoren. Diese Werte können mit der Zeit driften: durch Verschleiß der Druckaufnehmer, Hydraulik-Druckverlust an Dichtungen, Reibverluste in der Mechanik oder einfach altersbedingte Sensor-Drift.

Wer Bauteile mit toleranzkritischer Presskraft fertigt — Automotive-Sicherheitsteile, Luftfahrt-Strukturen, Medizintechnik, Elektromobilität-Stator-Pakete — braucht eine direkte, rückführbare Messung der tatsächlichen Presskraft. Nur diese lässt sich im Audit nachweisen.

Wie wir messen

Wir bringen kalibrierte Kraftmessdosen mit, die für den Pressenbereich Ihrer Anlage ausgelegt sind (typisch 50 t bis 800 t). Die Messdose wird im Werkzeugraum positioniert. Wir fahren die Anlage über mehrere Hubzyklen bei verschiedenen Soll- Einstellungen — typisch 30 %, 50 %, 75 % und 100 % der Nennlast.

Bei jedem Zyklus erfassen wir den Ist-Wert der Messdose und vergleichen ihn mit der Anzeige der Pressensteuerung. Das Ergebnis ist eine Kalibrierkurve, die zeigt, wie stark die Anzeige vom tatsächlichen Wert abweicht — und ob die Abweichung über den Lastbereich konstant ist oder sich in bestimmten Bereichen aufschaukelt.

Was im Prüfprotokoll steht

Jede Kalibrierung wird in einem revisionssicheren Protokoll dokumentiert mit:

Sie erhalten das Protokoll als PDF, geeignet zur Vorlage bei Audits (IATF 16949, AS 9100, ISO 13485, IFS, etc.) und zur Hinterlegung in Ihrem QM-System.

Was wir an typischen Befunden sehen

Warum sollte die Presskraft kalibriert werden?
Weil die tatsächliche Presskraft mit der Zeit von der Anzeige abweicht — durch Verschleiß, Hydraulik-Druckverlust oder Kalibrier-Drift. Bei sicherheitsrelevanten oder qualitätskritischen Bauteilen (Automotive, Luftfahrt, Medizintechnik) ist das ein Audit-relevanter Punkt.
Wie wird gemessen?
Mit kalibrierten Kraftmessdosen, die in den Werkzeugraum eingelegt werden. Wir messen über mehrere Hubzyklen bei verschiedenen Solleinstellungen und vergleichen die Ist-Werte mit der Anzeige.
Was steht im Prüfprotokoll?
Anlagen-Identifikation, Soll-/Ist-Werte über den geprüften Bereich, Messunsicherheit, Datum, Prüfer-Identifikation, Verweis auf das Kalibrier-Zertifikat der verwendeten Messdosen. Geeignet als Audit-Nachweis.
In welchen Intervallen ist eine Kalibrierung sinnvoll?
Üblich sind 12 bis 24 Monate, abhängig von Einsatz und QM-Vorgabe. Bei kritischen Anwendungen (Sicherheitsbauteile, Luftfahrt) auch häufiger.

Audit steht an oder Verdacht auf Drift?

Wir kommen mit kalibrierten Messdosen, messen vor Ort — und liefern ein Audit-festes Protokoll.

Kalibrierung anfragen → +49 176 21720655